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Autor Thema:   Hund oder Mensch? Mensch!
Kahles
Welpe

Beiträge: 1
Von:
Registriert: Jul 2000

erstellt am 02. Juli 2000 um 03:34 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Kahles anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Um es klar vorweg zu sagen ich bin für eine Einschränkung der Haltung von sogenannten Kampfhunden wie in Bayern! Dort gibt es seit der neuen Verordnung keine nennenswerten Attacken von Kampfhunden auf Menschen. Denn wenn ich die Wahl habe wen ich mehr zu schützen habe, den Menschen oder das Tier, dann wähle ich ohne wenn und aber den Menschen! In einem anderen Posting wurde gefragt, wer denn seinen Hund vor den bösen Kindern schützen würde. Das ist doch lächerlich. Wenn der Hund aufgrund des Spieltriebs eines Kindes dieses anfällt ist dann das Kind schuld?

Die als Kampfhund eingestuften Rassen sind von Natur aus extrem aggressiv. Auch noch so eine gute Ausbildung udn Zähmung kann nicht 100% garantieren, daß der Hund nicht doch einmal, aufgrund irgendeines Reizes aggressiv wird und jemanden anfällt.

Hier eine Anti-Rassismus Kampagne für Hunde zu starten grenzt schon an eine extreme Unverschämtheit, da dadurch dieser Rassismus mit dem gegenüber Menschen gleichgestellt und somit verharmlost wird. Das kann wohl nicht Sinn und Zweck der Aktion sein.

Und noch eine Anmerkung zum Thema Schäferhund. Hier wird häufig darauf hingewiesen, daß Schäferhunde mindestens genauso schlimme Kampfhund währen. Dazu ist Anzumerken, daß wnen man Statistiken richtig lesen kann es sehr viel unwahrscheinlicher ist, daß ein Schäferhund jemanden anfällt als ein Kampfhund (größerer Bestand an Schäferhunden). Außerdem ist ein Biss durch einen Schäferhund nicht ganz so gefährlich (wobei er natürlich nicht zu unterschätzen ist) wie der eines Kampfhundes, ganz alleine durch die Kraft, die ein Kampfhund mehr im Kiefer hat!

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Vera
Junghündin / Junghund

Beiträge: 6
Von:
Registriert: Aug 2000

erstellt am 25. August 2000 um 12:52 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Vera anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
[In einem anderen Posting wurde gefragt, wer denn seinen Hund vor den bösen Kindern schützen würde. Das ist doch lächerlich. Wenn der Hund aufgrund des Spieltriebs eines Kindes dieses anfällt ist dann das Kind schuld?

Nein, sicherlich ist dann nicht das Kind schuld, aber auch ganz sicher nicht der Hund!! Denn zum einen müssen Eltern schon dafür sorgen, daß das Kind nicht auf jeden Hund zurennt und ihn anfassen will, denn manche Hunde mögen Kinder nunmal einfach nicht! Andererseits müssen auch die Hundebesitzer ihre Tiere so erziehen, daß sie auf die Kommandos hören!

Die als Kampfhund eingestuften Rassen sind von Natur aus extrem aggressiv. Auch noch so eine gute Ausbildung udn Zähmung kann nicht 100% garantieren, daß der Hund nicht doch einmal, aufgrund irgendeines Reizes aggressiv wird und jemanden anfällt.

Kein Hund ist von Natur aus aggressiv, lediglich haben manche Rassen eine niedrigere Hemmschwelle! Wenn der Hund konsequent erzogen wird, und von den Menschen nie Schlechtes erfährt, hat er auch keinen Grund zum beißen!!


Hier eine Anti-Rassismus Kampagne für Hunde zu starten grenzt schon an eine extreme Unverschämtheit, da dadurch dieser Rassismus mit dem gegenüber Menschen gleichgestellt und somit verharmlost wird. Das kann wohl nicht Sinn und Zweck der Aktion sein.

Was soll das denn heißen?? Erstens ist der Hund genauso ein Lebewesen wie der Mensch, und zweitens willst du den Rassismus gegenüber Menschen doch wohl nicht harmlos nennen!!! Das der Rassismus dem Hund gegenüber durch die Gleichstellung mit dem Rassismus dem Menschen gegenüber verharmlost wird, zeigt doch nur, wie extrem dieser "Hunderassismus" ist!! Nur können die Hunde sich noch weniger wehren als wir Menschen!

Und noch eine Anmerkung zum Thema Schäferhund. Hier wird häufig darauf hingewiesen, daß Schäferhunde mindestens genauso schlimme Kampfhund währen. Dazu ist Anzumerken, daß wnen man Statistiken richtig lesen kann es sehr viel unwahrscheinlicher ist, daß ein Schäferhund jemanden anfällt als ein Kampfhund (größerer Bestand an Schäferhunden). Außerdem ist ein Biss durch einen Schäferhund nicht ganz so gefährlich (wobei er natürlich nicht zu unterschätzen ist) wie der eines Kampfhundes, ganz alleine durch die Kraft, die ein Kampfhund mehr im Kiefer hat![/B][/QUOTE]

Da muß ich dir recht geben, aber auch ein Schäferhund kann zum Kampfhund abgerichtet werden, und auch ein Schäferhund kann einen Menschen töten!!!
Im Prinzip kann jeder Hund zum Kampfhund gemacht werden, es liegt doch immer in der Hand des Halters, was aus seinem Hund wird, oder nicht??

IP: gespeichert

Diane Reiser
Welpe

Beiträge: 1
Von:Baden-Württemberg, Schwetzingen
Registriert: Aug 2000

erstellt am 04. Oktober 2000 um 11:09 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Diane Reiser anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
[QUOTE]Original erstellt von Kahles:
[B]Um es klar vorweg zu sagen ich bin für eine Einschränkung der Haltung von sogenannten Kampfhunden wie in Bayern! Dort gibt es seit der neuen Verordnung keine nennenswerten Attacken von Kampfhunden auf Menschen.
So ein Quatsch, es gibt im Leben keine Garantie dafür, daß man total sicher vor allem ist. Genauso könnte man fordern, daß alle Verkehrsmittel abgeschafft werden müssen, schließlich kommen im Straßenverkehr mehr Menschen zu Tode, als durch Hundebisse.

Denn wenn ich die Wahl habe wen ich mehr zu schützen habe, den Menschen oder das Tier, dann wähle ich ohne wenn und aber den Menschen!
Ich auch, aber Tierschutz ist auch Menschenschutz.
In einem anderen Posting wurde gefragt, wer denn seinen Hund vor den bösen Kindern schützen würde. Das ist doch lächerlich. Wenn der Hund aufgrund des Spieltriebs eines Kindes dieses anfällt ist dann das Kind schuld?
Das ist nicht lächerlich, denn Kinder sind nicht immer so ohne, wenn die Eltern wegschauen. Oft genug werden Hundewelpen von Kindern gequält oder geärgert.
Auch deshalb Hunde und Kinder niemals unbeaufsichtigt lassen.

Kinder müssen den Umgang mit Tieren lernen. Leider haben viele Erwachsene bereits den Bezug zum besten Freund des Menschen schon verloren.
Auch aus den folgenden Zeilen, kann man erkennen, daß hier kein Hundekenner schreibt, sondern jemand, der gelernt hat, daß man Angst haben muß vor dem bösen Wolf.

Die als Kampfhund eingestuften Rassen sind von Natur aus extrem aggressiv. Auch noch so eine gute Ausbildung udn Zähmung kann nicht 100% garantieren, daß der Hund nicht doch einmal, aufgrund irgendeines Reizes aggressiv wird und jemanden anfällt.

Das ist völliger Blödsinn. Diese Hunde wurden von den meisten Besitzern angeschafft, weil sie extrem menschenbezogen sind. Die Aggression, die Sie erwähnen, richtet sich normalerweise gegen Artgenossen, was die Liebe zu diesen Rassen relativiert, schließlich ist es einfacher einen Hund zu haben, der sich mit anderen Hunden verträgt. Außerdem sind sie ziemlich eigensinnig, daher keine Anfängerrassen.

Hier eine Anti-Rassismus Kampagne für Hunde zu starten grenzt schon an eine extreme Unverschämtheit, da dadurch dieser Rassismus mit dem gegenüber Menschen gleichgestellt und somit verharmlost wird.
Für Hundebesitzer, die angespuckt werden, die mit Steinen beworfen werden, deren Hunde vergiftet wurden, die ihren Hauseingang etc. mit Schildern kennzeichnen müssen, ist dieser Vergleich keine Verharmlosung. Der Vergleich mit dem Judenstern liegt da nahe.

Und noch eine Anmerkung zum Thema Schäferhund. Hier wird häufig darauf hingewiesen, daß Schäferhunde mindestens genauso schlimme Kampfhund währen. Dazu ist Anzumerken, daß wnen man Statistiken richtig lesen kann es sehr viel unwahrscheinlicher ist, daß ein Schäferhund jemanden anfällt als ein Kampfhund (größerer Bestand an Schäferhunden).
Da insgesamt mehr Schäferhunde und Mischlinge rumlaufen, ist es viel wahrscheinlicher von eimen solchen gebissen zu werden, als von einem Kampfhund, selbst wenn wir von den Kampfhunden aus NRW sprechen.
Außerdem ist ein Biss durch einen Schäferhund nicht ganz so gefährlich (wobei er natürlich nicht zu unterschätzen ist) wie der eines Kampfhundes, ganz alleine durch die Kraft, die ein Kampfhund mehr im Kiefer hat!

Da spricht wohl der Profi? Nur so am Rande: Nicht-Kampfhunde wie Doggen können ebenso vernichtend beschädigen wie Bullis und Co. Wichtiger ist auch wohin gebissen wird. Beißt ein Dackel ein zu Boden gefallenes Kleinkind in den Kopf ist das eben auch möglicherweise lebensgefährlich. Alles ist relativ.
Ich finde, jeder Biß ist einer zuviel, nur mit den VHOs verschwindet kein gefährlicher Hund von der Straße. Die schwarzen Schafe der Hundebesitzer , die ihre Hunde speziell auf Menschen abrichten,sind leider nicht da, wo sie hingehören: im Knast. Zuhälter, Vorbestrafte, Alkoholabhängige und Drogenabhängige etc. sollten überhaupt keine Hunde halten dürfen.
Das wäre auch im Sinne des Tierschutzes, schließlich muß auch das Tier vor einem ungeeigneten Halter geschützt werden.
Wir brauchen einen Wesenstest oder zumindest ein polizeiliches Führungszeugnis für Hundehalter, ein Heimtierschutzgesetz und Kurse für Menschen wie Sie, damit sie lernen ihre Angst vor Hunden abzubauen, damit die nächste Generation von Eltern ( nämlich Ihre Kinder dann )ihren Kindern den vernünftigen, angstfreien Umgang mit Tieren beibringen können.
Nur Kinder, die gelernt haben, selbstverständlich und angstfrei mit Tieren umzugehen und die auch Wissen über diese Tiere vermittelt bekommen haben, werden sie auch artgerecht behandeln. Dazu gehört auch , daß wir unseren Kindern einen Respekt gegenüber den Tieren beibringen. Daß man manchmal auch die eigenen Bedürfnisse zurückschrauben muß. Leider sind immer weniger Eltern in der Lage, ihren Kindern überhaupt ein Nein zu vermitteln. So darf ein Kind nicht ungefragt einen fremden Hund anfassen, so soll ein Kind nicht mit hochgerissenen Armen, lautschreiend davonlaufen , einen Hund von hinten oben umhalsen oder einen Hund mit den Augen fixieren. Das ist das kleine Hunde-Einmaleins. Allein mit diesem Wissen, würden viele Unfälle mit Hunden verhindert werden.
Erwachsene sollten wissen, Kinder niemals unbeaufsichtigt mit Hunden zu assen -
besonders kleine Kinder mit kleinen Hunden. Das würde manchem Tierarzt Arbeit sparen.
Und: kleine Kinder sind in der Hunderangordnung unter den Hunden. Man muß das akzeptieren und das Kind muß das lernen. Für den Hund ist ein kleines Kind ein Welpe, den er zwar beschützt ( - es gibt Kinder, die von ihren Eltern ihre letzte Ohrfeige bekamen, bevor der Hund ins Haus kam, alle weiteren hat sein Knurren verhindert), den er aber auch erzieht.
Wenn der Hund knurrt, weil man ihn am Ohr gezogen hat, wird er das Kind wie ein Welpe behandeln und zurechtgeweisen.
So wie ich mich auf meinen Hund verlassen kann, daß er auch mal einen Knuff meiner Kinder wegsteckt, soll er sich auch darauf verlassen können, daß ich ihn vor übermäßigen Knuddelattacken der Kinder schütze.
Ein Nein ist eben dann angebracht, wenn ein Tier sich zurückzieht, weil es seine Ruhe haben will.
Ein zufriedenes, artgerecht gehaltenes Haustier ist niemals eine Gefahr. Die Hunde, die in der Vergangenheit gebissen haben, waren dies nicht. Im Gegensatz dazu kenne ich aber viele sogenannte Kampfhunde, die jetzt unter den Folgen zu leiden haben. Leinenzwang und Maulkorb sind Tierquälerei. Ich kann nur davor warnen.
Gruß Diane

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Krenz-May, Michaela
Junghündin / Junghund

Beiträge: 84
Von:D,56204 Hillscheid
Registriert: Mai 2000

erstellt am 06. Oktober 2000 um 11:04 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Krenz-May, Michaela anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Diane,

im Großen und Ganzen muß ich Deinem Betrag zustimmen.

Ein paar Bemerkungen kann ich mir jedoch nicht verkneifen...

quote:
Kinder müssen den Umgang mit Tieren lernen. Leider haben viele Erwachsene bereits den Bezug zum besten Freund des Menschen schon verloren.

Das ist leider war. Doch bevor die Kinder von heute lernen können keine Angst zu haben müssen wir Hundehalter erst einmal mit gutem Beispiel vorangehen und unsere Hunde gescheit erziehen.
quote:
Ich finde, jeder Biß ist einer zuviel,
Das ist richtig! Doch über 50% der so genannten Hundefreunde haben ihre Vierbeiner nun einmal nicht im Griff!
quote:
Kurse für Menschen wie Sie, damit sie lernen ihre Angst vor Hunden abzubauen, damit die nächste Generation von Eltern ( nämlich Ihre Kinder dann )ihren Kindern den vernünftigen, angstfreien Umgang mit Tieren beibringen können.

Ich denke nicht, daß man das in Kursen vermitteln kann. Für mich sind da die Hundesportvereine, Hundeschulen, Rettungshundestaffeln, das tägliche gute Beispiel und nicht zuletzt auch die Medien gefragt! Wir Hundefreunde müssen uns der Öffentlichkeit stellen und beweisen, daß unsere Hunde "Umweltverträglich" sind. Das setzt natürlich voraus, das wir unsere Hunde auch bewußt so erzogen haben. Bei so manchen "Sporthund" bin ich mir da nicht so sicher.

Nur so können wir uns klar von den schwarzen Schafe distanzieren!

quote:
So darf ein Kind nicht ungefragt einen fremden Hund anfassen, so soll ein Kind nicht mit hochgerissenen Armen, lautschreiend davonlaufen... einen Hund mit den Augen fixieren

Und doch muß ein guter (umweltverträglicher)Hund genau das auch mal vertragen können!
quote:
kleine Kinder sind in der Hunderangordnung unter den Hunden... Für den Hund ist ein kleines Kind ein Welpe, den er zwar beschützt...

Seit wann denn das? Ein Hund sollte 2 Sachen lernen

  • ein Kind ist eben kein Welpe
  • und ein Kind steht völlig außerhalb der Rangordnung des Rudels!

Bei einer Durchschnittlichen Lebenserwartung von 10 Jahren für einen Hund dürfte sich da ansonsten ein ziemlich Großes Problem für den Hund ergeben! Ein Kleinkind wächst innerhalb von 5 Jahren einem Hund deutlich über den Kopf... Wie soll der Hund da auf einmal kapieren das das Kind dann nichtmehr unter ihm steht? Und auf der anderene Seite kann ich auch nicht von einem 6-7 jährigen Kind verlangen, daß es sich 100%ig richtig gegenüber dem Hund verhält... (dafür reicht ja oftmals der Verstand eines Erwachsenen noch nicht - wie dann der eines Kindes?). Ab wann also darf/wird der Hund das Kind nichtmehr als Welpen sehen? Und wie verhält er sich dann? Im Rudel gliedert sich der "junge Erwachsene" ins Rudel ein (Rangordnungsmäßig)... auch durch Kämpfe (die er auch schonmal verliert). Wie soll das Kind das anstellen???
quote:
Ein zufriedenes, artgerecht gehaltenes Haustier ist niemals eine Gefahr.
Diese Aussage ist eine böse Falle. Ein Hund ist und bleibt ein Tier! Ein Raubtier sogar... wenn auch ein domestiziertes. In jedem Hund stecken mindestens 95% Wolf ... und dafür würde ich niemals meine Hand ins Feuer legen!

Es gibt nur eine einzige Möglichkeit. Ein Hund darf niemals mit Kindern oder Fremden alleine gelassen werden! Wirklich niemals! Es ist meine Verantwortung als Hundehalter auf meinen Hund zu achten. Der dumme Ausspruch: "Das hat er aber noch nie gemacht" Gehört ein für alle mal aus den Gehirnen der Hundehalter verbannt. Es ist immer entwerde die Acht-/Sorglosigkeit oder aber das Unvermögen/Dummheit der Hundehalter die zu Unfällen mit Hunden führen! Von kriminellen Hintergründen mal ganz zu schweigen.

Viele Grüße
Michaela

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