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Autor Thema:   Erfahrungen mit unseren Hunden
Johanna
Welpe

Beiträge: 1
Von:
Registriert: Feb 2000

erstellt am 23. Februar 2000 um 18:19 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Johanna anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Sehr geehrter Herr Stierand,
gegen eine ungekürzte Veröffentlichung ist nichts einzuwenden. Bitte jedoch nicht die email-Adresse veröffentlichen, da sonst unser Bürorechner ggf. von mails überschwemmt wird. Wir bitten um Verständnis.


Liebe Hundefreunde,

darf ich einfach meine Erfahrungen und Erlebnisse mit sogen. Kampfhunden schildern:
Vor einigen Jahren wurde unsere 11 Monate alte Yorkshire-Dackel-Mix Hündin von einem Kampfhundrüden (bitische Rasse), mitten im Wohngebiet ohne Bellen und Vorwarnung gehetzt und in Stücke gerissen. Der Hund sah uns von seinem Garten aus, übersprang zwei Zäune und griff an, obwohl unser kleiner Hund sich im letzten Moment noch auf den Rücken drehte, bevor er in mehrere Teile zerfetzt wurde.
Der Besitzer gab an, der Hund wäre extra familienfreundlich ausgebildet worden.

Unser Schnauzer-Mix wurde angeleint mitten in einer Fußgängerzone von einem Dobermann angefallen und verletzt, obwohl dessen Besitzer nur einige Meter entfernt war. Kommentar:"Er mag halt keine anderen Hunde."

Im letzten Jahr haben wir uns einen Mischling mit 6 Wochen angeschafft, wobei uns der Besitzer verheimlichte, daß der Vater des Hundes ein Pitbull war. Als sich der Welpe gegenüber anderen Hunden ungewöhnlich aggressiv verhielt und auch uns immer wieder ins Gesicht schnappte, haben wir uns über die Herkunft des Welpen nochmals informiert und mußten erfahren, daß der Vater ein Pitbull war. Dies konnte im Alter von 10 Wochen dann auch optisch festgestellt werden. Da der junge Hund immer aggresiver gegen unsere andere Hündin wurde, mußten wir ihn abgeben.

Alles Zufall?

Wie jeder, der sich nur ein bißchen mit Hunden auskennt, weiß, haben Hunde ihrer Rasse entsprechende Wesensmerkmale. Neufundländer schwimmen gerne, Terrier neigen zum graben, Hütehunde beginnen z. B. Kinder zu hüten ohne daß es ihnen beigebracht wurde. Dies ist das Ergebnis jahrzehntelanger Auslese auf bestimmte Eigenschaften hin.

Warum soll dies nicht für Kampfhunde gelten?

Auch diese wurden seit vielen Generationen auf Aggression selektiert, aber heute sind sie angeblich auf einmal liebe Kuscheltierchen. Möglicherweise verhalten sie sich innerhalb ihrer Familie vorbildlich, aber wir leben in einem dicht besiedelten Land, so daß ein Hund ständig mit Artgenossen und Kindern konfrontiert wird und dringend sozial reagieren muß.

Im übrigen bin ich der Meinung, daß für alle Hunderassen über 15 kg Gewicht ein Hundeführerschein eingeführt werden soll. Menschen die vorbestraft sind, oder nachweislich psychisch instabil sind sollte der Besitz eines solchen Hundes untersagt werden. Dies wäre keine große Einschränkung, da zahlreiche kleinerbleibende Rassen vorhanden sind.
Größere Hunde sollten in jedem Falle unter fachkundiger Anleitung ausgebildet werden, dies dient auch der artgerechten Haltung des Tieres.

gez. Johanna

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Steffi
unregistriert
erstellt am 25. März 2000 um 16:19 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Ich selbst habe mir vor ca. 1/2 Jahr eine Amstaff-Mischlingshündin (der andere Teil ist wohl ein Boxer) aus dem Tierheim geholt, deren Herkunft ungeklärt ist (ca. 2 Jahre alt). Ich habe mit ihr nach 1 Woche bei einer Tiertrainerin, die sie aus Tierheim-Zeiten kannte eine Grundausbildung absolviert. Obwohl alle anderen Hunde erziehungsmäßig vorbelastet waren und mein Hundemädel nicht mal wußte, was "sitz" zu bedeuten hatte, war sie ruck-zuck die Gelehrigste. Das hat mich überrascht, denn sie ist mein erster Hund. Auch ansonsten ist sie sehr folgsam und Fremde sind immer begeistert, welchen intensiven "Draht" sie zu ihren Menschen hat. Meine Schwägerin hat einen kleinen Mischlingsrüden (ca. 8 kg) und er wird manchmal recht aufdringlich, doch bis jetzt hat sie ihn noch nie angeknurrt, im Gegenteil, sie räumt in ihrem Revier das Feld und zieht sich zurück. Sie versteht sich auch gut mit unserer Katze (die schon vorher da war). Bei den beiden habe ich immer mehr Sorgen um den Hund, weil der Kater, wenn er gefrustet ist, die schlechte Laune grundsätzlich an ihr ausläßt. Auch von anderen Hunden läßt sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Fremder Besuch ist auch kein Problem, der wird erst mal schwanzwedelnd begrüßt und dann wird geschaut, ob er nicht gaaanz zufällig ein Leckerli dabei hat.

[Diese Nachricht wurde von Steffi am 25. März 2000 editiert.]

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Christiane Schober
Junghündin / Junghund

Beiträge: 81
Von:
Registriert: Feb 2000

erstellt am 27. März 2000 um 12:50 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Christiane Schober anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Liebe Johanna,

deinen Ausführungen nach ist dir das schlimmste passiert was einem nur passieren kann. Ich gebe dir recht: Jeder Hund hat seine angezüchteten Wesensmerkmale und wenn ausschließlich mit agressiven Hunden gezüchtet wird, was soll da wohl bei rauskommen, na klar das der Welpe die Anlagen zur Agression hat. Hier ist einfach der Mensch gefragt, denn es gibt wirklich auch andere Fälle und es gibt auch durchaus gut sozialisierte Pitbulls und dergleichen. Es gibt immer schwarze Schafe, allerdings ist die Hysterie auch ein Ergebnis der Presse. Es gibt durchaus auch andere Fälle. Die Tochter eines Bekannten wurde von einem Schäferhund so schwer verletzt, dass sie heute Invalidin ist. Jede Rasse kann agressiv reagieren, wenns der Mensch falsch gemacht hat. Ganz ganz selten gibt es auch Hunde die einen Hirndeffekt haben, das sind aber wirklich Ausnahmen. Meist liegt es am Fehlverhalten des Besitzers. Der Dobermann ist z.B. ein Einmannhund und wenn ich das schon weiss muss ich ganz anders auf dieses Tier eingehen als auf einen Collie beispielsweise. Sozialisierung ist das wichtigste und aus diesem Grund bin ich auch so gegen Zwingeraufzucht oder gar Zwingerhaltung, denn hier kann der Hund einfach nicht ausreichend sozialisiert werden. Hundeführerschein... meine Rede... ich wäre sofort bereit mit einem Prüfer mit meinen beiden Hunden spazieren zu gehen und mich einer Prüfung zu unterziehen. Alle die hiervor Bedenken haben, sollten keine Hunde haben.

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Krenz-May, Michaela
Junghündin / Junghund

Beiträge: 84
Von:D,56204 Hillscheid
Registriert: Mai 2000

erstellt am 03. Mai 2000 um 13:11 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Krenz-May, Michaela anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Christiane, hallo Johanna,

Die Sache mit dem Hundeführerschein ist gut! Aber warum nur Hunde über 15kg? Wenn dann für alle!!!
Meine Schäferhündin ist mal von einem Yorki mit 5m Rollleine in den Schwanz gebissen worden. Ohne jede Vorwarnung. Die Oma mit dem Yorki ging wohl schon ne Weile hinter uns her (haben mir nach dem Vorfall Passanten erzählt)!!! Meine Hündin war an einer ganz normalen Meterleine und hat den Yorki vorher wirklich ignoriert. Nun ist sie kleinen Hunde gegenüber nicht mehr ganz so unvoreingenommen wie vor dem "Unfall" und es hat mich viel Mühe gekostet ihr den Unmut gegenüber kleinen Hunden wieder abzugewöhnen.

Fazit: Auch ein Yorki ist ein echter Terrier mit dem ganzen Dickkopf dieser Gattung und gehört daher genauso gut erzogen wie ein großer. Warum wohl werden die meisten Kleinhunde niemal in ihrem Leben von der Rollleine gelassen? Die meisten wären wohl auf nimmer Wiedersehen verschwunden.

byby

------------------
Michaela

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Christiane Schober
Junghündin / Junghund

Beiträge: 81
Von:
Registriert: Feb 2000

erstellt am 03. Mai 2000 um 16:12 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Christiane Schober anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Liebe Michaela,

ich bin nicht der Meinung, daß man Hunde nur ab einer gewissen Größe oder eines bestimmten Gewichts "Erziehen" muß. Der Hundeführerschein sollte und muß für jedermann gelten. Die Problematik hängt eindeutig an der anderen Seite der Leine und so kommt es, daß alle "Kleinhunde" die ja offensichtlich nicht so viel anrichten können wie ein großer Hund, auch nicht so konsequent erzogen werden. Hier kann man oft erleben, daß diese Hunde Kinder- und auch Partnerersatz sind und es ist auch nicht unüblich das diese Hunde so vermenschlicht werden, daß es einem schlecht werden könnte. Das auch ein kleiner Hund lernen muß wer daß Alphatier ist vergessen viele der Besitzer und die Prioritäten werden hier ganz anders gesetzt. Schönes laufen an der 20 Meter Leine, braves sitzen auf Hutablage im Auto und Stöckchen holen, tja das ist doch oberste Priorität bei vielen "Kleinhundebesitzern". Nicht etwa das ich kleine Rassen nicht mögen würde, aber sie sind einfach zu häufig verzogene, vollgefressene, kläffende Fellbündel, die einem den letzten Nerv rauben können. Und schuld daran ist der Besitzer. Diese teilweise äußerst dreisten "Kleinen" kneifen auch nicht weniger als die "Großen" nur, daß diese Attaken meist nur müde belächelt werden, weil eben nicht so große Schäden verursacht werden. Das ist meiner Meinung nach falsch und auch diese Hunde müssen "Benehmen" in unserer Gesellschaft lernen. Hundeschulen die was auf sich halten und auch zu empfehlen sind, erziehen nicht nur Hund sondern auch die Halter und das ist in den meisten Fällen auch dringend nötig. Der Hund würde es richtig machen wenn es ihm richtig gelernt werden würde. Zu den großen Rassen und auch mal wieder zum Thema "Kampfhund", hat Klaus in einem anderen Beitrag so schön gesagt: nicht Kampfhund sondern "Hundekampfhund". Dieser Ausdruck sagt viel, denn diese Hunde wurden dazu gezüchtet, ausschließlich auf andere Hunde loszugehen. Der Besitzer eines solchen Hundes muß immer eingreifen können ohne von seinem eigenen Hund gebissen zu werden. Aber ... und das muß ich ganz klar sagen: Es sind leider viel zu viele "Hundekampfhund"-Besitzer die sich diese Rassen zur Provokation und zur Hebung des eigenen Egos zulegen und wirklich der irren Meinung sind, daß sie diese Hunde einschätzen können. Niemand...und da schließe ich mich nicht aus... kann zu 100% vorhersagen was sein Hund tut oder nicht tut. Wer daß von sich behauptet, der begeht einen fatalen Fehler. Mein Shibarüde z.B. mag keine anderen Rüden. Das bedeutet für mich in der Stadt geht er an der Leine und gezanke gibt es nicht. So hat es sich vor einem Jahr zugetragen, daß ein recht dreister kleiner Shizu - Rüde der ihn ständig angebellt und provoziert hat unserem Rüden (beide am Feld ohne Leine, ich hatte nicht aufgepasst)über den Weg lief. So... mein einschätzen der Situation: Er wird zu ihm hinlaufen und ihn unterwerfen. Die Zeit für ein Rückholen meines Hundes war zu kurz, also trafen sich die beiden ehe ich auch nur den Funken einer Chance hatte. Und was hat mein Rüde gemacht? Nein er hat ihn nicht unterworfen und nicht gezwickt oder gebissen oder bedroht oder was man sich so vorstellen könnte... nein er hat ihm über den Kopf gepinkelt. Er hat diesen "Kleinen" mit so einer Verachtung angepinkelt, sich umgedreht und ist zu mir gekommen um sich anleinen zu lassen. Diese Reaktion hätte ich niemals erwartet. Also, niemant kann es vorhersehen was sein Hund machen wird.

Ich kann nur hoffen daß dieses Thema irgendwann kein Thema mehr sein muß, daß die Menschen endlich Verantwortung übernehmen und das weder Menschen (vor allem auch die Kinder) noch Hunde länger unter dem ignoranten Einfluß vieler Hundebesitzer leiden müssen.

Christiane

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Krenz-May, Michaela
Junghündin / Junghund

Beiträge: 84
Von:D,56204 Hillscheid
Registriert: Mai 2000

erstellt am 04. Mai 2000 um 13:34 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Krenz-May, Michaela anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Christiane,

dann sind wir ja einer Meinung. Deinen Ausführungen zu den Kleinhundebesitzer kann ich nur zustimmen. Ich beschäftige mich sein ein paar Jahren intensiv mit Hunden (und ihren Haltern).
Bisher habe ich nur einen einzigen Westi kennengelernt, der seiner Besitzerin aufs Wort gehorchte. Sie ging eine Zeitlang Abends bei uns durch die Siedlung. Der Westi ging ganz brav ohne Leine bei Fuß und hat meine knurrende Hündin einfach ignoriert(das war kurz nach dem "Unfall" mit dem Yorki). Mit der Besitzerin des Westi habe ich mich dann später unterhalten und erfahren, daß sie vor dem "Kleinen" immer Boxer hatte und sich nur auf Grund ihres Alters jetzt für einen kleineren Hund entschieden hatte. Durch ihre lanjährigen Erfahrungen mit den Boxern hatte sie sich das Ziel gesetzt ihren Westi genauso gut zu erziehen wie früher die Boxer. Sie hat es geschaft und das hat mir gut gefallen. Von solchen Leuten brauchen wir noch ein paar mehr!

Ich bin eindeutig für einen Hundeführerschein für alle Hundehalter.

>>Ich kann nur hoffen daß dieses Thema irgendwann kein Thema mehr sein muß, daß die Menschen endlich Verantwortung übernehmen und das weder Menschen (vor allem auch die Kinder) noch Hunde länger unter dem ignoranten Einfluß vieler Hundebesitzer leiden müssen. <<

Dieser Hoffnung schließe ich mich an. Es gibt noch sooooo viel zu tut... packen wir's an.

Viele Grüße

Michaela

Christiane[/B][/QUOTE]

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Nadine
Junghündin / Junghund

Beiträge: 40
Von:D 48683 Ahaus
Registriert: Mrz 2000

erstellt am 07. Mai 2000 um 20:45 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Nadine anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Johanna!
Woher habt ihr den armen Hund denn gekauft? Wenn du Ahnung von Hunden hast, wieso weißt Du dann nicht, das Welpen erst in einem Alter von 8 Wochen abgegeben werden dürfen!!!??? Das mit euren Hunden tut mir leid, aber es war reiner Zufall das es immer diese Rassen waren. Es gibt soviele Fälle mit anderen Rassen! Mehr als mit Pitbull & Co.!!!

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Allis
Junghündin / Junghund

Beiträge: 30
Von:Deutschland, Halle
Registriert: Mrz 2000

erstellt am 08. Mai 2000 um 08:44 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Allis anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Nadine,

wenn du Ahnung von Hunden hast, wieso weist du nicht, das Welpen erst mit 12 Wochen abgegeben werden?

Allis

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Nadine
Junghündin / Junghund

Beiträge: 40
Von:D 48683 Ahaus
Registriert: Mrz 2000

erstellt am 08. Mai 2000 um 19:01 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Nadine anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Es ist besser sie mit 12 Wochen abzugeben, weil sie dann länger bei der Mutter waren, da hast Du recht. Aber sie werden üblicherweise mit 8 Wochen abgegeben.

[Diese Nachricht wurde von uwe am 09. Mai 2000 editiert.]

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O SABINE o
Junghündin / Junghund

Beiträge: 11
Von:D 40764 Langenfeld
Registriert: Apr 2000

erstellt am 09. Mai 2000 um 09:02 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von O SABINE o anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Erfahrungen mit "Kampfhunden"?
Ja, habe ich - in mancherlei Hinsicht.
Dazu kann ich anmerken, daß im November 1998 ein Am.-Staff.-Terrier zu meinem alten Dobermannrüden in's Haus kommen sollte. Eine kritische Siutation für meinen alten Rüden, der zum einen aufgrund seiner Vorgeschichte mit anderen Hunden auf Kriegsfuß stand, zum anderen mittlerweile durch sein Alter schon recht senil geworden war und außerdem Territorialrechte ohne Pardon geltend machte.
Trotz langer und vorsichtiger Gewöhnungsphase waren beide Hunde irgendwann einmal zusammen im Haus und vor dieser Situation hatte ich wirklich Angst - das geb ich auch heute noch unverhohlen zu.
Was passiert ist? War absehbar: der alte Dobermannrüde griff die "Kampfhund"-Hündin offen und mehrfach an. Die Kleine hat das in stoischem Gleichmut über sich ergehen lassen und ihn nur einmal ansatzweise zurechtgewiesen, ohne ihm auch nur einen einzigen Kratzer zuzufügen. Danach haben die zwei in einem Korb geschlafen.
Irgendwann später ist mein Mann mit den beiden bei einem Spaziergang einem freilaufenden Husky-Rüden gegenübergestanden. Der Husky hat meinen alten Hund regelrecht überfallen obwohl sich dieser gar nicht mehr richtig wehren konnte. Die kleine Hündin hat unaufgefordert für ihren Kumpel die Kartoffeln aus dem Feuer geholt - auch hier, ohne den anderen Hund zu verletzen. Sie hat den Husky einfach nur umgeworfen, mehr nicht.

Als mein Rüde nach einem (seinem letzten) Jahr starb, hat die kleine "Kampfhund"-Hündin fast eine Woche lang das Futter verweigert und ist jede Nacht maunzend auf der Suche nach ihrem besten Freund durch's Haus gelaufen.
Das hat sich erst wieder gegeben, nachdem wir erneut einen Dobermannrüden aus dem Tierheim (im letzten Dezember) zu uns genommen haben. Auch hier ist absolute Harmonie zwischen den beiden - sie können sogar nebeneinander gefüttert werden, ohne daß da irgendeine Zankerei entstünde.
Was sagt mir das? Ist einfach: Die Tatsache, daß sich unsere Hunde, trotz ihrer Herkunft oder ihres "Zuchtzweckes" so gut verstehen und sich ebenso sozial verhalten, sagt noch lange nicht aus, daß dies gegenüber anderen Hunden auch so sein wird. Aus dem Grunde ist Aufmerksamkeit und Vorsicht nach wie vor geboten. Ich werde nach wie vor nicht die Hand dafür in's Feuer legen, daß nicht doch mehr passieren könnte, wenn ein fremder Hund ernsthaften Streit mit unseren suchen sollte. Unabhängig von der Rechtsfrage gilt grundsätzlich: Leine erst dann ab, wenn das Feld frei ist.

Gruß,
Sabine.

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Allis
Junghündin / Junghund

Beiträge: 30
Von:Deutschland, Halle
Registriert: Mrz 2000

erstellt am 09. Mai 2000 um 11:10 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Allis anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Original erstellt von Nadine:
Es ist besser sie mit 12 Wochen abzugeben, weil sie dann länger bei der Mutter waren, da hast Du recht. Aber sie werden üblicherweise mit 8 Wochen abgegeben.


Hallo Nadine,

meine Antwort kannst du unter der Rubrik -Hier teffen sich Rassehundefreunde- nachlesen.

Allis

[Diese Nachricht wurde von Allis am 09. Mai 2000 editiert.]

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