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Autor Thema:   Hund knurrt uns an!
Guido
Welpe

Beiträge: 1
Von:41844
Registriert: Sep 2002

erstellt am 24. September 2002 um 14:02 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Guido anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
hallo,
wir haben einen Hund aus dem Tierheim 6 Jahre alt und Mischling (Was wissen wir nicht genau sieht aus wie eine Östereichische kurzhaar Bracke oder Farblich auch wie ein Gordon Setter)

Er ist im Prinzip sehr lieb, ruhig und ausgeglichen. Er hört teileweise schon recht gut außer bei 2 Sachen.

Wenn er etwas hat zum Beispiel einen Kauknochen dann kommt er zu uns und hält Ihn uns vor. Fängt aber dann an zu knurren.
gestern lag er auf dem Boden unter dem Tisch und sein Konochen lag auch in der Nähe. Als meine Frau mit dem Fuß in der Nähe von Ihm kam, flechte er ganz gewaltig. Er hat zwar nicht gebissen aber so kurz davor. Erst wußten wir nicht warum, sahen aber dann den Kochen.
So verhält es sich grundsätzlich auch bei Gegenständen die Ihm nicht gehören aber mit denen er sich beschäftigt (Stock, usw)

Da wir den Hund erst ein paar Tagen haben sind wir etwas verunsichert weil der Vorbesitzer Tot ist können wir Ihn auch nicht fragen. Wir vermuten das er das fast beigebracht bekommen hat.

Da wir uns nicht trauen Ihn am Fell zu packen wenn er knurrt, schimfen wir nur mit Ihm und verlassen den Raum und schließen Ihn aus, so wollen wir Ihm zeigen das wir sein verhalten nicht akzeptieren. Er sieht dann sehr verwirrt aus.

Das gleiche passiert wenn wir Ihm nach dem Spazieren die Pfoten säubern wollen. Er knurrt sofort los.

Wenn er Abends neben uns liegt kann man Ihm überall anpacken. Dann passiert nichts.

Wir vermuten das er nicht weiß das wir von Ihm wollen. Und Gib Pfötchen kennt er noch nicht.

Wir suchen dringend eine Hundeschule doch man findet ja nichts für Mischlinge.

Eventuell könnt Ihr uns schon mal ein Paar Tipps geben.

Die tabus die wir Ihm gesetzt haben hält er schon ganz gut ein. Also er ist wirklich lehrnfähig, jedoch auch teils verunsichert, was uns auch irgendwie einleuchtet.

Im Tierheim wurde er als total verängstigt dargestellt, was auch mein erster Eindruck war. Inzwischen bin ich sicher er ist nicht verängstigt denn gegenüber fremden verhält er sich drausen und bei uns zuhause unterschiedlich und auch so wie wir es mögen.

Unterwegs ignorant und zuhause wachsam kritisch und nach dem er merkt das der besuch ok ist sehr zutraulich.

also so verhält sich kein verängstigter Hund. Seine Reaktionen sind auch eher neue Situationen begrenzt.

IP: gespeichert

Saxonia2
unregistriert
erstellt am 28. Mai 2003 um 18:47 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo liebe Hundefreunde,

als ich Eueren oder Ihren Beitrag gelesen habe, kam es mir doch sehr bekannt vor. Also mein Hund ( DSH/ Golden Retriever)hatte die gleichen Arten. Ich habe mich dann bei einem unserer besten Hundeführer kundig gemacht und siehe da es war ganz einfach. der Hund wollte mich zum Spielen animieren. Es ist so eine Art Kraftprobe im Hunderudel, die jedoch am Ende immer der Rudelführer oder Leithund gewinnen sollte. Dies ist für die Unterordnung und also die Einhaltung der Rangfolge im Rudel wichtig. Also ruhig etwas spielen und am Knochen oder Socke oder was immer er anbringt ziehen auch wenn er knurrt. Aber auf das Kommando "Aus" sollte er los lassen und das Teil (für ihn ist es seine Beute) dem Rudelfüher überlassen. Notfalls muss es ihm mit klaren und unmißverständlichen Worten klar gemacht werden. Sollte der Hund allerdings trotz "Aus" versuchen weiter zu ziehen oder gar den Rudelführer angreifen, dann sollte er durchaus auch mal zu dem "Aus" mit einem beherzten Griff in das Nackenfell und einem kurzen Durchschütteln auf den Boden der Realität zurück geholt werden. Dies ist eine alte aber gute Methode , welche auch von den Leitwölfen oder Hunden im Rudel Anwendung findet um Mißverständnisse über die Rangordnung auszuräumen bzw. Mißfallen auszudrücken, auch wenn der " liebe HUnd" dabei mal kurz aufjault. Es soll ja keine Belohnung sein. Und bitte denken sie nie all zu menschlich bei der Hundeerziehung, sondern denken sie in Hundeart. Also wie läuft es in einem HUnde oder Wolfsrudel ab? Denn nichts anderes haben sie zu Hause aufgebaut, ein Rudel in dem sie der Leitwolf sind und der Hund als letztes Glied an der Reihe ist. Ich weis es ist schwer dies zu bedenken und umzusetzen, weil wir menschliches Denken gewöhnt sind. Aber alles andere wäre Augenwischerei. Übrigens stelle man sich vor was passiert, wenn ein Rottweilerrüde sich zum Rudelführer machen würde, da hätte die ganze Familie nichts mehr zu lachen oder? Ich wünsche IHnen weiter viel Freude mit dem Hund und viel Spaß beim Rudelspiel.

IP: gespeichert

coripera
unregistriert
erstellt am 07. August 2003 um 21:23 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Hundefreund,

deine Anfrage an einen Fachmmann in allen Ehren, aber das kann sehr leicht nach hinten losgehen. Dann nämlich wenn die Besitzer die ersten Bissverletzungen hinter sich haben! Von vielen Hundetrainern habe ich mit Recht einen nicht so tollen Eindruck gewohnen, weil echtes Verständnis für die Hunde fehlt (schlechtes allgemeines Fachwissen) und vor allem die Rasseunkenntnis die noch viel schwerer wiegt!
Zunächst mal muss der Hund sehr genau erkennen und dann auch wissen wo er im Rudel steht. Das bekommt er nicht einfach so mit. Diese Tendenzen müssen auf jedenfall schnell und sinnvoll korigiert werden. Als sehr gutes Mittel eignet sich hier die Unterordnung als erster Schritt.
Einen Hund der fletscht und knurrt mit einem beherzten Griff ins Knick zu unterordnen würde ich auf gar keinen Fall machen weil der Hund dann zuschnappt. Es sei denn man ist hart im nehmen wie Mama wenn sie das mit ihrem kleinen tat. Welche Bindung der Hund zu seinen Eltern hatte ist dir ebenfalls unbekannt, somit sehr gefährlich etwas zu tun was vielleicht nicht erkannt wird. Das Ende vom Lied ist dann wieder das Tierheim.
Es gibt auch ein spielerisches knurren, aber das klingt anders und der Hund benimmt sich anders.
Ich möchte dir mal empfehlen einen Schäferhundeplatz aufzusuchen, dich dort umzuschauen und dann auch noch wenn möglich
die Herrchen mit Hund beim spazierengehen beobachten. Dann kannst du dich entscheiden ob du lachen oder mit dem Kopf schütteln möchtest. Klingt krass aber so ist es.

Schöne Grüße
Andreas

[Dieser Beitrag wurde von coripera am 07. August 2003 editiert.]

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coripera
unregistriert
erstellt am 07. August 2003 um 22:16 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Guido,

ich will dir nicht der Weisheit letzter Schluß erzählen, aber eine sinnvolle Möglichekeit damit umzugehen. Das dein Hund
die Situation austestet oder gar falsch deutet hast du schon erkannt somit ist der erste Schritt getan mit deiner Frage um Lösung des Problems. Als erste Maßnahme sind alle Gegenstände aus dem Zugriffbereich des Hundes zu entfernen. Er soll nicht mehr versucht werden etwas verteidigen zu müssen. Der nächste wichtige Schritt ist die Unterordnung mit dem Komando Sitz und Platz an der Leine. Dies kannst du immer wieder während des spazierengehens einstreuen, den Hund dabei an die Leine nehmen. Die Komandos sind mit anderer Stimme oder am Anfang sogar scharf zu geben. Der Hund muss das alles machen, weil er im Rudel funktionieren soll. Hat er etwas richtig gemacht wird er sofort belohnt, das kann mit Leckerchen geschehen aber auch mit sanfter Stimme und einem kurzen Streicheln. Macht er das verlangte nicht sofort wird das Komando nochmals schärfer ausgesprochen. Damit lernt er sehr schnell den Unterschied zwischen loben und strafen, und zwar ohne das er dabei irgendetwas zu spüren bekommen hat (du verstehst sicher was ich meine) Die Komandos werden im Verlauf der besseren Ausführung auch im Ton sanfter. Diese Phase habe ich in zwei maximal drei Tagen hinter uns gebracht. Jetzt wird eines der bekannten Spielzeuge mitgenommen zum Gassi gehen, der H.Führer hat dabei das Spielzeug ständig in der Hand, so das es der Hund zwar sieht aber nicht erreichen kann. Dabei wird auch nicht mit dem Spielzeug gewedelt oder sonst etwas sondern nur gezeigt. Ist der Hund dann soweit läßt man ihn sitzen und wirft das Spielzeug einige Meter weit weg. Der Hund soll dabei sitzen bleiben, erst wenn wir es wollen darf der Hund an das Spielzeug gelangen. Hierbei wird sofort wieder das Komando sitz erteilt. Hiermit stärke ich meine Position und schwäche den Reiz den das Spielzeug ausübt. Anschließend wenn das sitzt kann das Spielzeug wieder in der Wohnung liegen und der Test wird gemacht ob ein knurren zu bemerken ist. Kommt ein knurren wird ein scharfes Nein ausgesprochen und die Umgwöhnung muss noch etwas trainiert werden. Man kann dann später auch mit dem Futternapf trainieren in dem der Hund sitzt und man den Napf nach unten führt, steht er auf geht der Napf wieder nach oben und es folgt ein scharfes Nein sowie das sitz. Das Geheimnis liegt ganz einfach darin das er das was er bekommen soll von Herrchen bekommt, dabei wird er nicht schnappen wenn es nicht zu dicht vor ihm passiert. Ist das geschafft kann wieder alles rumliegen wo er es hinschleppt. Diese Unterweisung kann wie gesagt mit Leckerchen unterstützt werden, es geht aber auch so. Ich möchte das ganze nicht mit den Methoden auf dem Hundeplatz verwechselt wissen, dafür gehe ich bei dieser Art der Gewöhnung zu sehr auf ihn ein. Er bestimmt das Tempo und Freude, die Richtung bestimmen aber unmißverständlich wir! Sollte der Hund etwas sensibler sein macht das ganze ruhiger und geduldiger als normal, denn keiner hetzt uns bei der Sache.

Schöne Grüße
Andreas


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