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Autor Thema:   Nein kein Abschied.... sondern ein neuer Anfang
Krenz-May, Michaela
Junghündin / Junghund

Beiträge: 84
Von:D,56204 Hillscheid
Registriert: Mai 2000

erstellt am 13. Juli 2000 um 14:12 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Krenz-May, Michaela anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Die Hundehaltung in Deutschland steht zur Zeit leider unter einem ungünstigen Stern!
Doch lasst die Köpfe nicht hängen – es wird auch wieder aufwärz gehen.

Wenn sich alle Hundehalter mal an der eigenen Nase packen, ihren eigenen Hund „umweltverträglich“ erziehen und ein Auge auf ihre Mitmenschen haben...
Wenn wir Hundehalter anfangen uns wie, verantwortungsvolle Menschen zu benehmen, unsere Hunde und uns selbst realistisch einschätzen und somit Schaden vermeiden...
wird sich auch unser Image erholen!

Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg! Laßt uns heute aufhören zu schreien und anderen den schwarzen Peter zuschieben zu wollen und endlich anfangen etwas zu ändern!!! Es ist an der Zeit!!!! Sonst werden noch viele Rassen auf der Strecke bleiben.

1. Aufruf:
Liebe Hundefreunde. Seid nicht unvernünftig, schätzt euer Wissen und euer Können mal objektiv und realistisch ein. Es ist nun ´mal nicht jede Rasse für jeden Halter geeignet. Beachtet doch endlich das Wesen und das Zuchtziel der verschiedenen Rassen. Versucht nicht länger sie „um zu erziehen“! Das geht auf Dauer nicht gut – und ihr tut dem Hund keinen Gefallen. Wählt euren Hund nicht länger nach dem Aussehen aus, oder weil ihr meint der „Welt“ etwas beweisen zu müssen. Niemand macht letztendlich aus einem „knüppelharten“ Arbeitshund ein nettes kleines Schoßhündchen.

2. Aufruf:
Liebe Hundezüchter. Werdet auch ihr endlich vernünftig. Seht nicht nur das schnelle Geld. Denkt eher an das Überleben eurer Rasse. Laßt mich als mahnendes Beispiel den Golden Retriever und den Dalmatiner anführen:
Zum Modehund erkoren, haben sich bei der „Massenzucht“ in windeseile Krankheiten und Wesensmängel eingeschlichen und breit gemacht. Das hat den Rassen nicht gut getan und es wird noch sehr lange dauern, bis sie sich davon erholt haben (wenn sie sich überhaupt jemals erholen).
Ihr Züchter wählt eure Zuchttiere sorgfältig aus nicht nur nach Schönheit, sondern achtet mehr auf Wesen und Gebäude. Schottet eure Zuchttiere nicht in einsamen Zwingern ab, sondern lasst auch sie unter Leute und andere Hunde. Und nicht zuletzt... wählt die Käufer aus, denen ihr eure Welpen anvertraut! Ihr seid es, die es in der Hand haben ob eure Welpen in vernünftige Hände kommen... und somit habt ihr auch das Schicksal eurer Rasse in der Hand!
Ein Gebrauchshund gehört nun mal nicht in die Hände einen „alten Oma“ und ein Jagdhund, Schutzhund oder Hundekampfhund nicht in die Hände eines „jugendlichen Draufgängers“.

Mein Dank und meine Bewunderung gilt den verantwortungsvollen Züchtern und den Züchtern von Spezialrassen (wie Weimaraner, Ung. Kurzhaar oder Harzer Fuchs). Sie schaffen es seit Generationen ihre Rassen gezielt und umsichtig zu züchten. Diese Rassen sieht man nicht negativ in der Presse! Und warum nicht? Weil es Arbeitshunde sind, die einfach nicht an x-beliebige Hundekäufer abgegeben werden. Sondern die Welpen werden vom Züchter nur an ausgesuchte (handverlesene) Leute abgeben. Der Bestand dieser Rassen ist zwar klein, aber dafür auch gesund und absolut richtig im Kopf... da gibt es keine „durchgeknallten“ Exemplare. Ich wünsche euch Spezialzüchtern und euren Rassen, daß ihr auch weiterhin von „Modeerscheinungen“ verschont bleibt.

Eine Sache muß ich noch loswerden:
Kürzlich wurden im Westerwaldkreis ein ganzer Wurf Weimeraner in Privathände vermittelt! Liebe Tierschützer wisst ihr was ihr den Hunden und ihren neuen Besitzern damit angetan habt? Es sind Spezialhunde und nicht jeder ist geeignet solche Hunde Umweltverträglich zuerziehen. Diese Hunde schreien nach Arbeit, und wenn sie sie nicht bekommen werden diese Hunde äußerst ungemütlich.

Viele Grüße

Michaela

IP: gespeichert

Mufasa
Welpe

Beiträge: 1
Von:RLP, 66953 Pirmasens
Registriert: Jul 2000

erstellt am 20. Juli 2000 um 20:17 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Mufasa anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
quote:
Original erstellt von Krenz-May, Michaela:
Die Hundehaltung in Deutschland steht zur Zeit leider unter einem ungünstigen Stern!
Doch lasst die Köpfe nicht hängen – es wird auch wieder aufwärz gehen.
Liebe Michaela, nicht die Hundehaltung allgemein steht unter einem ungünstigen Stern, nein! Die Hundehaltung relativiert sich. Soll heißen, daß ungeeignete Personen registriert werden, wesenskranke Hunde eingeschläfert werden, daß endlich die Sachkundeprüfung kommen wird. Ich persönl. befürworte in großem Maße diese Entwicklung.
Allerdings geht sie mir in einzelnen Punkten bedeutend zu weit und wird ohne große Sachkunde geführt. Ohne Fachwissen der Politiker, zu emotional der Hundehalter.

Wenn sich alle Hundehalter mal an der eigenen Nase packen, ihren eigenen Hund „umweltverträglich“ erziehen und ein Auge auf ihre Mitmenschen haben...
Wenn wir Hundehalter anfangen uns wie, verantwortungsvolle Menschen zu benehmen, unsere Hunde und uns selbst realistisch einschätzen und somit Schaden vermeiden...
wird sich auch unser Image erholen!
Image - was ist das? Image steht doch für Bild, Vorstellung, öffentl. Meinung.
Welches Image soll sich den erholen? Das der
Menschen, welche sich in einer arroganten Art und Weise damit brüsken, nicht in die Hundeschule zu gehen, weil sie ja schon immer einen Hund hatten, weil sie ja einen kleinen Hund haben oder weil sie es sich nicht vorstellen können, daß ein Hund egal wie groß, egal welche Rasse, egal welcher Veranlagung, genauso Sozialisiert werden muß wie ein Menschenkind? Vergiss es!
Die Arroganz der Menschen wird dies nicht zulassen.
Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg! Laßt uns heute aufhören zu schreien und anderen den schwarzen Peter zuschieben zu wollen und endlich anfangen etwas zu ändern!!! Es ist an der Zeit!!!! Sonst werden noch viele Rassen auf der Strecke bleiben.
Wieviele Rassen hat der Mensch schon auf dem Gewissen? Geopfert der Macht wegen, geopfert weil es dem Zeitgeist entsprach sie zu ändern? Solange es Menschen gibt, welche sich selbstherrlich auf ein Podest stellen und verordnen können:"Diese Hunde sind lebens-
gefährlich, sie müssen ausgerottet werden!",
Solange werden Rassen ausgerottet werden, da können wir z.Z. nichts daran ändern.

1. Aufruf:
Liebe Hundefreunde. Seid nicht unvernünftig, schätzt euer Wissen und euer Können mal objektiv und realistisch ein. Es ist nun ´mal nicht jede Rasse für jeden Halter geeignet. Beachtet doch endlich das Wesen und das Zuchtziel der verschiedenen Rassen. Versucht nicht länger sie „um zu erziehen“! Das geht auf Dauer nicht gut – und ihr tut dem Hund keinen Gefallen. Wählt euren Hund nicht länger nach dem Aussehen aus, oder weil ihr meint der „Welt“ etwas beweisen zu müssen. Niemand macht letztendlich aus einem „knüppelharten“ Arbeitshund ein nettes kleines Schoßhündchen.

2. Aufruf:
Liebe Hundezüchter. Werdet auch ihr endlich vernünftig. Seht nicht nur das schnelle Geld. Denkt eher an das Überleben eurer Rasse. Laßt mich als mahnendes Beispiel den Golden Retriever und den Dalmatiner anführen:
Zum Modehund erkoren, haben sich bei der „Massenzucht“ in windeseile Krankheiten und Wesensmängel eingeschlichen und breit gemacht. Das hat den Rassen nicht gut getan und es wird noch sehr lange dauern, bis sie sich davon erholt haben (wenn sie sich überhaupt jemals erholen).
Ihr Züchter wählt eure Zuchttiere sorgfältig aus nicht nur nach Schönheit, sondern achtet mehr auf Wesen und Gebäude. Schottet eure Zuchttiere nicht in einsamen Zwingern ab, sondern lasst auch sie unter Leute und andere Hunde. Und nicht zuletzt... wählt die Käufer aus, denen ihr eure Welpen anvertraut! Ihr seid es, die es in der Hand haben ob eure Welpen in vernünftige Hände kommen... und somit habt ihr auch das Schicksal eurer Rasse in der Hand!
Ein Gebrauchshund gehört nun mal nicht in die Hände einen „alten Oma“ und ein Jagdhund, Schutzhund oder Hundekampfhund nicht in die Hände eines „jugendlichen Draufgängers“.

Mein Dank und meine Bewunderung gilt den verantwortungsvollen Züchtern und den Züchtern von Spezialrassen (wie Weimaraner, Ung. Kurzhaar oder Harzer Fuchs). Sie schaffen es seit Generationen ihre Rassen gezielt und umsichtig zu züchten. Diese Rassen sieht man nicht negativ in der Presse! Und warum nicht? Weil es Arbeitshunde sind, die einfach nicht an x-beliebige Hundekäufer abgegeben werden. Sondern die Welpen werden vom Züchter nur an ausgesuchte (handverlesene) Leute abgeben. Der Bestand dieser Rassen ist zwar klein, aber dafür auch gesund und absolut richtig im Kopf... da gibt es keine „durchgeknallten“ Exemplare. Ich wünsche euch Spezialzüchtern und euren Rassen, daß ihr auch weiterhin von „Modeerscheinungen“ verschont bleibt.

Eine Sache muß ich noch loswerden:
Kürzlich wurden im Westerwaldkreis ein ganzer Wurf Weimeraner in Privathände vermittelt! Liebe Tierschützer wisst ihr was ihr den Hunden und ihren neuen Besitzern damit angetan habt? Es sind Spezialhunde und nicht jeder ist geeignet solche Hunde Umweltverträglich zuerziehen. Diese Hunde schreien nach Arbeit, und wenn sie sie nicht bekommen werden diese Hunde äußerst ungemütlich.
Michaela, all das was Du oben aufgeführt hast, stimmt. Aber es interessiert die Menschen noch nicht. Denn um auch nur ein wenig von den obigen Ansätzen umzusetzen, müßte man ja so manches Weltbild ändern, so manchen Charakter ändern. Wer steht sich schon gerne zu nur für einen Wautzi geeignet zu sein aber nicht für einen Wautz!!
Das stellt er später (nach Versagen der Hundeausbildung) fest und gibt ihn dann in zweite Hände.
Aber weiter so, genau das ist der richtige Weg. Ich wollte nur ein kleinwenig die Problematik aufzeigen.
Gruß Mufasa
Viele Grüße

Michaela


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Krenz-May, Michaela
Junghündin / Junghund

Beiträge: 84
Von:D,56204 Hillscheid
Registriert: Mai 2000

erstellt am 21. Juli 2000 um 08:56 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Krenz-May, Michaela anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Mufasa,

vielen Dank für Deine Antwort. Klar Deine Bemerkungen sich richtig. Aber ist ist an der Zeit, wir Hundefreunde müssen handeln und je mehr sich verantwortungsvoll zeigen umso besser wird unsere Lobby in der Öffentlichkeit.

Übrigens: Wenn Du beim Antworten die Zeile mit dem /QUOTE weglöschst und dann Deine Zusätze optisch etwas vom orig. Text absetzt fällt es leichter Deinen Beitrag zu lesen.

Viele liebe Grüße
Michaela

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Christiane Schober
Junghündin / Junghund

Beiträge: 81
Von:
Registriert: Feb 2000

erstellt am 21. Juli 2000 um 10:26 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Christiane Schober anzusehen!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Mufasa,

deinen Ausführungen möchte ich mich voll anschließen, obwohl du selbst mich damit ansprichst, denn auch ich bin eine von denjenigen, die nicht mit ihren Hunden in die Hundeschule geht. Nicht, weil ich mich für so besonders klug halte, sondern weil ich die Vereinsmeierei nicht leiden kann. Dazu muss ich aber sagen, dass ich wirklich einiges an Erfahrung habe und mit meinen Hunden täglich arbeite, nur für mich alleine. Ich halte mich dabei an die Lehren von Bloch und Dorit Feddersen Petersen, habe immer wieder Gespräche mit Ausbildern und hole mir dort auch den einen oder anderen Tip um ihn dann im täglichen Gebrauch umzusetzen. Ich glaube, das es eine bestimmte Gruppe von Menschen gibt, die es durchaus schaffen ihre Hunde auch ohne Verein, Hundeschule u.s.w. so zu erzeihen, dass sie wunderbar in dieser Gesellschaft leben können, dies sind auch diejenigen, die keine Angst vor einer Sachkunde-Prüfung hätten und diese auch bestehen könnten. Aber in allen anderen Dingen gebe ich dir recht, vor allem bei der Arroganz der Menschen. Ich denke auch, daß die Menschen erst mal selbst mit ihrem verschrobenen Leben klar kommen müssen und vor allem gehört meiner Meinung nach zu einer guten Hundeerziehung eine gehörige Portion Eigenkritik. Wenn man nicht mal bereit ist sich selbst zu prüfen, seine Einstellungen zu überdenken und auch keinerlei Bereitschaft zeigt sich auf Situationen einzustellen, sollte man die Hände davon lassen. Viele Hundebesitzer sind so von sich überzeugt, daß sie es nicht mal merken, daß sie Mist bauen, wenn sie schon mit der Nase drin liegen. Ich hoffe, daß nun die Menscheit aufwacht und alle mal Bilanz ziehen und vielleicht mal merken auf welchem Holzweg sie da laufen.

In diesem Sinne

Liebe Grüße
Christiane

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